Über Mich

Bereits mit 8 Jahren saß ich in der Uniklinik Tübingen und musste mir anhören das sich mein Gehör mit der Zeit verschlechtern wird. Mit 16 Jahren wurde mir gesagt, dass ich nur noch 60 Prozent Sehstärke habe und durch eine Netzhautdegeneration sich dies ebenfalls mit der Zeit verschlechtern wird. Mit 31 Jahren hatte ich gerade mal 3 % Sehstärke und die Schwierigkeiten mit meinem Gehör waren auch nicht besser. Es wurde mir nicht gezeigt, wie man am besten damit umgehen kann, stattdessen, immer nur Diagnosen und wie man mir leider nicht helfen kann. Ich wollte aber nicht aufgeben. Ich wollte nicht alles so hinnehmen. Doch es war nicht einfach.

Die negativen Gedanken waren so stark, dass ich bereits am Anfang meiner Versuche scheiterte. Ich hatte eine sehr unklare und verschleierte Sicht auf die Welt. Mit 29 Jahren entschloss ich mein Kindheitstraum zu erfüllen. Ich wollte mit Computern arbeiten und habe mich entschlossen, um Informatik zu studieren. Allerdings war ich pessimistisch und sagte mir: Du schaffst das nicht. Doch etwas in mir wollte es nicht wahrhaben. Mit verschiedenen optischen Technologien und digitalen Hörgeräten, habe ich versucht so gut wie möglich das Beste aus der Situation zu machen. Natürlich war dies eine große Herausforderung für mich.

Ich entwickelte bereits Mechanismen meine Energie für das Studium effizient einzusetzen. Ich habe Menschen gefunden, die mich bei meinem Studium unterstützen können. Mein Sehvermögen bereitete mir große Probleme, da sich die Netzhautdegeneration verschlimmerte. Dies war für mich sehr anstrengend. Ich musste mich sehr stark konzentrieren um mein Umfeld erkennen zu können und war dementsprechend am Abend immer erschöpft. Ich habe nach Wege/ Lösungen gesucht, um Lebensenergie zu gewinnen und kam in Kontakt mit der Esoterik. Dort versuchte ich einen Weg zu finden, welche die Schulmedizin damals nicht konnte: Mich selbst zu heilen.

Mit der Meditation habe ich angefangen und wollte dadurch mein Selbstbewusstsein stärken. Suggestiv in mir: Ich bin Gesund, meine Augen sind Gesund. Jedoch konnte ich nicht sehen, dass ich 106 Kg wog, bei einer Körpergröße von 176 cm. Meine Gedanken waren immer in Widerspruch mit dem tatsächlichen Zustand meines Körpers. So vergingen viele Jahre. Dieses kostete mich immer wieder noch mehr Energie. Mein Selbstbewusstsein wurde dadurch immer mehr und mehr abgeschwächt. Ich begann an meinem Körper intensiver zu arbeiten und wollte mit Kampfkunst, Yoga und Ausdauertraining anfangen.

Doch als sich meine Sehschärfe mit 31 Jahren sehr stark verschlechtert hatte und ich dadurch mich beim Joggen mehrmals verletzte oder meinem Fuß auf unebenen Strecken umknickte, gab ich frustriert “Arbeiten an meinem Körper“ auf. Ich erkannte das ich meine Energie woanders einsetzen musste und widmete mich meinem Studium. 2006 war es dann soweit. Ich schloss mein Studium mit „GUT“ ab. Für einen sehbehinderten ist das eine besondere und unglaubliche Leistung. Ich habe in dieser Zeit unglaublich viel Erfahrung gesammelt. Man muss trotz der negativen Gedanken die Kraft finden, um seine Ziele anzustreben, auch wenn es manchmal im Leben schlecht steht.

Mit 40 Jahren war ich verheiratet. Ich hatte eine gute Arbeit und war Vater von 2 wunderbaren Kindern. Doch ich merkte, dass ich immer sehr schnell müde wurde. Meine Sicht und Gehör strengten mich immer noch sehr an. Ich habe mir die Eigenschaft angeeignet mir alles zu merken, wie z. B wenn ich mich für Präsentationen/Vorträge vorbereiten sollte, musste ich 30 Folien auswendig lernen. Das war sehr anstrengend und habe rückblickend an meine Erfahrungen gedacht, die ich während meines Studiums gesammelt habe und fragte mich, wie ich es damals geschafft habe. Ich wollte einfach nur mehr Zeit und Energie für meine Familie und Freunde und für mich selbst haben.

Ich versuchte mehr Zeit in meinem Leben zu erzeugen, damit ich an mir selbst arbeiten konnte und mehr Zeit für meine Familie hatte. Ich merkte aber auch, dass die Zeit zu groß war um sie beeinflussen zu können. Darum suchte ich nach einer Methode, wie ich an meiner Energie arbeiten konnte. Nach langer Suche hatte ich den großen Durchbruch gefunden. Mein Weg führte mich zu einem unglaublichen Buch: Ich suchte bereits nach einer Erklärung, was ich aus der Physik kannte.

Arbeit ist gleich Energie (A=E). Wenn ich mehr Arbeit in eine Sache stecke, dann kann ich mehr Energie erzeugen, wenn ich mehr Energie habe dann kann ich mehr arbeiten. Dies brachte mich zur Erkenntnis: mehr Energie = mehr Zeit. Diese Erkenntnis wollte ich an mir selbst umsetzen. Die Umsetzung wurde mir durch das geniale Buch: „The Power of full Engagement“ von Tony Schwartz und James E. Loehr, welcher er die Arbeit an sich selbst folgendermaßen beschreibt: Wenn man das Maximum an Energie aus dem Körper herausholen will, dann muss man an vier Energie Ressourcen arbeiten.